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InkA Wetterau gGmbH

Nach vier herausfordernden Jahren beginnt endlich ein neuer Lebensabschnitt


Nach vier herausfordernden Jahren beginnt endlich ein neuer Lebensabschnitt

Ende 2024 lernte InkA Wetterau Emine bei einem Erstgespräch kennen. Zu diesem Zeitpunkt lag bereits ein langer und herausfordernder Weg hinter ihr: Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung im Jahr 2022 war sie über vier Jahre auf der Suche nach einer passenden Arbeitsstelle.

Doch ihr Weg ins Berufsleben war alles andere als einfach. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie erschwerten zunächst den Berufseinstieg. Als sich die Situation langsam normalisierte, blieb die Suche nach einer Arbeitsstelle dennoch eine große Herausforderung. Die junge Frau ist vollblind und benötigt spezielle Hilfsmittel am Arbeitsplatz, um ihren Beruf ausüben zu können. Diese Hilfsmittel können aber erst bei einer Festanstellung zur Verfügung gestellt werden. Obwohl sie motiviert, qualifiziert und arbeitsbereit war, schien es immer wieder an den Rahmenbedingungen zu scheitern.

Über vier Jahre lang musste Emine erleben, wie schwer es sein kann, trotz Ausbildung und großem Engagement eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten. Und trotzdem gab sie nicht auf. In jedem Gespräch war spürbar, wie groß ihr Wunsch nach einer Arbeitsstelle war. Nicht nur irgendeine Beschäftigung, sondern die Möglichkeit, endlich anzukommen, ihre Fähigkeiten einzubringen, Teil eines Teams sein, selbstständig zu sein und das zu tun, worauf sie so lange hingearbeitet hatte.

Für uns war schnell klar, dass wir Emine auf diesem Weg begleiten möchten. Da die Unterstützung und Vermittlung in dieser Form nicht zu unserem alltäglichen Arbeitsfeld gehört, haben wir uns intensiv mit den notwendigen Prozessen auseinandergesetzt. Gemeinsam mit Kostenträgern und weiteren beteiligten Akteuren wurden Möglichkeiten geprüft, Anträge gestellt und Lösungen erarbeitet, um die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine Beschäftigung zu schaffen.

Nach einiger Zeit ergab sich eine vielversprechende Perspektive beim Kinderschutzbund Friedberg-Bad Nauheim. Dort wurde die Möglichkeit gesehen, die junge Frau als Bürokraft in der Verwaltung einzusetzen. Bereits beim ersten Kennenlernen wurde deutlich, dass hier etwas Besonderes entstehen könnte. Beide Seiten begegneten sich offen, wertschätzend und auf Augenhöhe. Der Kinderschutzbund konnte sich sehr gut vorstellen, die junge Frau als Bürokraft in der Verwaltung einzustellen und ihr die Chance zu geben, ihre Fähigkeiten einzubringen.

Doch auch dann war Geduld gefragt. Die Einstellung konnte erst erfolgen, wenn die notwendigen Hilfsmittel am Arbeitsplatz eingerichtet und die Beförderung zur Arbeitsstelle organisiert waren. Wochen und Monate vergingen. Der bürokratische Prozess zog sich in die Länge und verlangte allen Beteiligten viel Ausdauer ab, vor allem aber Emine selbst.

Umso größer war die Freude in dieser Woche. Die benötigten Hilfsmittel konnten erfolgreich eingerichtet werden und auch der Beförderungsdienst konnte starten.

Seit Dienstag ist sie offiziell in ihrem neuen Job tätig!

Nach ihrem ersten Arbeitstag berichtete sie uns voller Freude von ihren positiven Eindrücken und den herzlichen Begegnungen vor Ort. Für sie geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Endlich die Chance zu erhalten, ihre Fähigkeiten einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und Teil des Arbeitslebens zu sein.

Wir freuen uns von Herzen über diesen wichtigen Meilenstein und wünschen ihr für die kommende Einarbeitungszeit viele schöne Erfahrungen, tolle Kolleginnen und Kollegen sowie ganz viel Erfolg und Freude auf ihrem weiteren beruflichen Weg.

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, die diesen Erfolg möglich gemacht haben. Gemeinsam können Barrieren überwunden und neue Perspektiven geschaffen werden. Diese Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, Menschen nicht auf ihre Einschränkungen zu reduzieren, sondern ihre Stärken zu sehen. Sie zeigt aber auch, wie viel Geduld, Beharrlichkeit und Mut es manchmal braucht, um einen Platz im Arbeitsleben zu finden.

 

Ihr Team der InkA Wetterau

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