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InkA Wetterau gGmbH

Halbzeit im inklusiven FSJ


Eindrücke unseres FSJ-lers

Halbzeit im inklusiven FSJ – Eindrücke unseres FSJ-lers

Letzten November berichteten wir über den 19-jährigen Lukas. Lukas hat Autismus und absolviert derzeit ein inklusives Freiwilliges Soziales Jahr (inklusives FSJ) in einer Altenpflegeeinrichtung in Bad Nauheim. Das InkA-Team betreut Lukas seit fast 2 Jahren und half mit, ihm das FSJ zu ermöglichen.

Regelmäßig stehen wir mit Lukas und der Einsatzstelle in Kontakt. Jetzt – zur Halbzeit des FSJ – haben wir Lukas gebeten, uns von seiner Arbeit zu berichten und ein persönliches Fazit zu ziehen. Dies sind seine Ausführungen:

„Mein FSJ ist toll! Ich gehe gerne zur Arbeit. Ich kann mit dem Bus fahren und laufe dann noch ein Stück bis zu meinem Arbeitsplatz. Manchmal treffe ich an der Haltestelle Leute, die ich kenne. Aus der Nachbarschaft oder vom Judo oder Fußball. Dann unterhalten wir uns immer.

In der Altenpflegeeinrichtung arbeite ich in verschiedenen Bereichen. So ist jeder Tag anders und es war noch nie langweilig.

Montags ist immer mein Wäscherei-Tag. Dann helfe ich zum Beispiel beim Wäsche falten. In der Wäscherei ist immer viel zu tun, denn es fällt ziemlich viel Wäsche an. Trotzdem macht mir die Arbeit dort am meisten Spaß. Dienstags und freitags arbeite ich in der Hauswirtschaft. Dort habe ich ja schon mal ein Schülerpraktikum gemacht und kenne die Arbeiten. Ich bekomme morgens eine Aufgabenliste. Da steht drauf, was ich machen soll - Wasserkisten ausfahren oder Essen verteilen zum Beispiel. Wenn ich die Aufgaben erledigt habe, muss ich sie abhaken. Mittwochs und donnerstags helfe ich den Hausmeistern. Das macht mir auch Spaß. Dann fege ich die Wege auf dem Außengelände und im Innenhof oder entsorge den Müll aus den verschiedenen Häusern und den Außenbereichen. Im Moment ist viel im Garten zu tun – das ist toll, denn ich arbeite gerne draußen. Manchmal müssen wir auch Zimmer renovieren, wenn ein Bewohner verstorben ist. Dann gibt es viel Arbeit für die Hausmeister, bei der ich meinen Kollegen dann gut helfen kann.

Ich bin stolz darauf, dass ich manche Arbeiten ganz alleine machen darf. Manchmal brauche ich aber auch Hilfe. Dann frage ich meine Kollegen. Die sind alle sehr nett und helfen mir dann. Ich finde es auch toll, dass ich nicht immer das Gleiche machen muss und auch neue Sachen dazulerne.

Wenn es mal Probleme gibt, kann ich immer meine Anleiterin ansprechen. Sie nimmt sich viel Zeit für mich, erklärt mit Dinge und hilft mir bei Problemen.

Mir bringt das FSJ sehr viel und ich weiß jetzt, dass ich danach eine Ausbildung in einer Altenpflegeeinrichtung machen und dort auch arbeiten möchte.“

Das InkA-Team freut sich über die positiven Erfahrungen und Eindrücke, die Lukas in seinem inklusiven FSJ macht. Sein Ziel, sich beruflich zu orientieren und seine Kompetenzen zu stärken und weiterzuentwickeln, wird er erreichen. Zudem ist Lukas dort, wo alle sind – mitten in der Gesellschaft!

Wie sein Weg im Anschluss an das FSJ aussehen könnte, damit er auch weiterhin mitten in der Gesellschaft sein kann – daran arbeiten wir gemeinsam mit Lukas und seinem Umfeld. Wir werden weiter berichten…..

Ihr InkA-Team

 

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